22.04.2026
Kelp — die Braunalge aus dem Nordatlantik

Eine Pflanze zwischen Felsen und Brandung
Ascophyllum nodosum ist eine Braunalge, die ausschließlich an den felsigen Küsten des Nordatlantiks wächst — von Norwegen über Schottland und Island bis nach Neufundland. Die Alge bildet dichte Bestände in der Gezeitenzone und fällt zweimal täglich trocken, wenn das Wasser zurückweicht.
Diese extreme Lebenssituation hat Ascophyllum nodosum zu einer der widerstandsfähigsten Algengattungen der Welt gemacht. Einzelne Pflanzen können bis zu 15 Jahre alt werden und Längen von einem bis zwei Metern erreichen.
Tradition in den Küstenregionen
In den Küstenregionen Schottlands, Irlands und der Bretagne wird die Alge seit Jahrhunderten als Lebensmittel und Dünger genutzt. Im 18. und 19. Jahrhundert war Kelp die wichtigste Quelle für Jod und Soda in Europa — daher auch der englische Name "kelp" (ursprünglich für die Asche der Algen).
Auch in der traditionellen japanischen Ernährung spielen Braunalgen seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle, etwa als Bestandteil der "Kombu"-Brühe.
Was steckt in der Alge?
Ascophyllum nodosum enthält ein außergewöhnlich breites Mineralstoffprofil:
- Jod in natürlich gebundener Form
- Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen
- Alginsäure (ein lösliches Polysaccharid)
- Spurenelemente wie Selen und Zink
Das macht die Alge zu einer der dichtesten natürlichen Mineralstoffquellen pflanzlichen Ursprungs.
Jod trägt zu einer normalen Funktion der Schilddrüse bei.*
Worauf bei einem Kelp-Produkt achten?
- Standardisierter Jod-Gehalt auf der Verpackung
- Herkunft aus dem Atlantik (nicht aus stark belasteten Regionen)
- Externe Schadstoffprüfung auf Schwermetalle (Algen können Quecksilber und Arsen anreichern)
- Schonende Trocknung ohne Hitzeschäden
- Vegane Kapselhülle, ohne Magnesiumstearat und unnötige Zusätze
Unser Kelp-Extrakt
Unsere Kelp-Kapseln liefern 200 mg getrocknetes Algenpulver pro Tagesdosis, mit standardisierten 150 µg Jod (entspricht 100 % des empfohlenen Tagesbedarfs). Die Algen werden im Nordatlantik geerntet, schonend bei niedriger Temperatur getrocknet und in Deutschland verkapselt.
Jede Charge wird extern auf Schwermetalle und mikrobielle Belastung geprüft. Das Zertifikat zur jeweiligen Charge findest du online — die Chargenummer steht auf der Rückseite jeder Verpackung.
* Gesundheitsbezogene Angabe nach Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
