Zurück unter den Lebenden

Da bin ich wieder. Viel Zeit ist vergangen. Das Examen ist geschrieben und nun nicht mehr änderbar.

Sicherlich habt ihr im nwb-Campus-Blog schon gelesen, welche Themen dran kamen, deshalb werde ich dies hier nicht nochmals wiederholen.

Aber was war anders zum letzten Jahr?

Anzahl der Teilnehmer:

Ich habe keine bestätigten Zahlen, aber ich habe mich kurz mit einer Aufsicht unterhalten. Eigentlich hatte ich erwartet, dass wesentlich mehr Kandidaten zum Examen antreten würden als vergangenes Jahr. Dem scheint aber nicht so, zumindest nicht in BaWü. Ich dachte, dass all die zahlreichen Durchfaller wieder antreten würden und dazu eben alle Neulinge. Aber in Summe waren es dann doch wohl nicht wesentlich mehr als sonst. Mal sehen, ob ich irgendwo konkrete Zahlen auftreibe. Spätestens mit dem Ergebnis wird sich meine Einschätzung dann bestätigen oder eben nicht.

Schwierigkeitsgrad:

Da scheiden sich die Geister. Meine persönliche Einschätzung: Die Prüfung war wahrlich nicht einfach, aber fair. Sie war so, wie man sich ein Examen vorstellt. Viele sagten, dass das Examen easy war. Tja, wenn man eine Organschaft in ESt, ein türkisches DBA, einen Arzt, der Schönheits-OPs und chirurgische Eingriffe durchführt, einen argentinischen Erbschaftsfall und das Aufstellen von Ergänzungs- und Sonderbilanzen usw. als easy bezeichnet, dann war es easy. Ich fand das Examen berechenbar. Trotzdem lege ich nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass ich bestanden habe.

Rücktritte:

Ich saß ziemlich weit hinten. In der Reihe vor mir ist einer zurückgetreten und zwei Reihen vor mir ebenso. Ein weiterer, der schräg vor mir saß, war ca. 20 Minuten vor Ende fertig und schaute sich um. Einen weiteren Kollegen, den ich am ersten und zweiten Tag wieder getroffen habe, habe ich am dritten Tag nicht wieder gesehen. Bei ihm glaube ich auch, dass er aufgegeben hat.

Ansonsten ist mir aufgefallen, dass unglaublich viel recht unkonzentriert waren. Ich war pro Examenstag einmal auf Toilette. Jedes Mal, wenn ich vor gelaufen bin, haben einige aufgeblickt und haben mich angesehen. Also wenn sie das bei jedem Toilettengänger gemacht haben, dann gute Nacht!

Meine persönliche Verfassung:

Mir ging es schlechter als im vergangenen Jahr. Ich habe mehr gelernt als im letzten Jahr, trotzdem hatte ich das Gefühl, große Lücken zu haben. Das war so übel, dass ich schon fast nicht antreten wollte. Ich hab’s dann doch getan und die Lücken kamen nicht dran. Das war gut, aber sicher macht mich das noch lange nicht. Sicher aber bin ich, dass ich das nicht nochmal machen werde, auch wenn es erst mein 2. Versuch war.

Aber erzählt mal, wie erging es euch? Habt ihr mitgeschrieben? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und eure Einschätzung.

Aus dem „Wie soll’s weiter gehen“ wird ein Lern-Tagebuch – 10 Regeln zum erfolgreichen Lernen

Um endlich meine Posts wieder an den Sinn dieses Blogs anzupassen, will ich nun ein Lern-Tagebuch erstellen. Leider ist nun schon wieder wertvolle Zeit verstrichen. Aber diesmal waren die Gründe so heftig (wie ihr ja wisst), dass ich es nun mal nicht ändern kann.

Nach langem Vor-den-Ordnern-Sitzen, im Zug-Nachdenken, Unterlagen-Wälzen, Überblick-Verschaffen, ist es nun so weit. Das Wiederholen ist im vollen Gange.

Ich werde beginnen mit Bilanzierung. Wie ihr wisst, fuchst mich das am meisten. Ich habe begonnen, zu repetieren und zwar bis ins kleinste Detail. Diesmal gibt es kein Wischiwaschi. Von Anfang an und sofort intensiv.

Und hier 10 Regeln, die ich unbedingt einhalten will:

  1. Ein Plan muss her
  2. Lernen im Alltag integrieren und selbstverständlich werden lassen
  3. Abwechslung schaffen
  4. Ein angenehmes Umfeld schaffen
  5. In Einheiten lernen
  6. Mein Lernen stets reflektieren
  7. Den kreisenden Geier nicht vergessen: Behalte den Überblick
  8. Ich achte auf meinen Körper – gesundes Essen und Bewegung
  9. Meinen Lerntyp beachten
  10. Bleib cool & happy!!!!

 

Bildquelle: www.society19.com

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Erbschaftsteuer – ein kurzer Überblick (inkl. USt)

Da mir heute ein wenig die Zeit wegläuft, beschränke ich mich auf den ErbSt-Teil. Wie schon berichtet, habe ich bezüglich der Grunderwerbsteuer lediglich die Info, dass es 14 Punkte hierfür gab. Da ich fast alle Punkte hier abgegrast habe, habe ich mir bei der Einsicht nicht mehr dazu notiert.

Der Teil, der sich mit Robert Rundlichs Tod beschäftigt hat, war enorm. Das Ausmaß der Lösung hat mich überwältigt. 16 Punkte für so viel Arbeit ist m.E. nicht gerechtfertigt. Aus den Kursen weiß man das zwar, aber dennoch….unglaublich!

Allgemeines, Steuerpflicht, etc: 2 Punkte

Bewertung Betriebsvermögen: 4 Punkte

Berechnung Ertragswert: 2 + 4 Punkte

Übriges Vermögen: 1 Punkt

Nachlassverbindlichkeiten: 2 Punkte

Berechnung der Steuer: 1 Punkt.

Als Resüme kann ich sagen, dass ich diesen Teil nicht als schwer empfunden habe. Da der ErbSt-Teil zeitlich aber fast nicht machbar war, konnte man doch verlieren. Wenn man hochkonzetriert die Zahlen im Kopf behielt und die Paragraphenketten runtergeeiert hat, konnte man ein paar Punkte holen.

Wie ich schon erwähnt hatte, habe ich keine Infos zu USt, da ich dort (wie ich fast schon erwartet hatte) ziemlich gut abschnitt. Bis auf ein vergessener 14c oder eine nicht erwähnte Richtlinie, war alles in Ordnung. Auch von den Themen gab es keine Exokten.

Hier aber noch ein paar Worte zu meinem Dozenten (ihn hatte ich sowohl in USt als auch in ErbSt). Lieber Herr schwäbischer Anwalt. Wenn ich mich auf Sie verlassen hätte, hätte ich geloost! Ich bin froh, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgehört habe, Ihren Unterricht zu besuchen. Pädagogisch und rhetorisch schlecht und zum Abschreiben von Aufgabenlösungen war mir meine Zeit zu schade.

Einkommensteuerteil – das wär’s gewesen….

Guten Morgen,

gestern habe ich euch schon einen Überblick über die Punkteverteilung geben. Heute erzähle ich euch ein wenig mehr. Allerdings muss ich Folgendes dazu sagen: Ich habe mir natürlich nur notiert, was für mich persönlich wichtig war. Ich habe also kaum Informationen zu Lohnsteuer, Grunderwerbsteuer und Umsatzsteuer.

Zu Grunderwerbsteuer und zu Umsatzsteuer habe ich deshalb kaum etwas, weil das bei mir wirklich gut lief.

All diejenigen, die sich nun mehr Infos zu Lohnsteuer erwartet haben, muss ich leider enttäuschen. Lohnsteuer war für mich nicht machbar, weil ich einfach keine Ahnung davon hatte. Ich habe hier und dort ein Pünktchen durch Suchen im Gesetz und in den Erlassen gecatcht, aber das ist vernachlässigbar. Und viel verstehen muss man bei Lohnsteuer ja nicht, man muss es einfach nur wissen. Wer sich etwas bei der Einsicht zu Lohnsteuer notiert hat, kann es mir gerne zukommen lassen oder als Kommentar unten einfügen.

Neben dem Lohnsteuerteil gab es noch diverse Probleme zu lösen.

Beginnen wir mit einer Pensionsrückstellung. 11 Punkte gab es hierfür.

Weiter war eine unentgeltliche Übertragung eines GmbH-Anteils und eine verdeckte Einlage gefordert.
8 Punkte hierfür.

Des weiteren gabe es eine Nutzungsüberlassung PKW (3 Punkte) und § 27 KStG war zu berechnen (2 Punkte).

Ein neuer Sachverhalt handelte von Verlustvorträgen. Ein KSt-Verlustvortrag (8c KStG) und ein nicht vortragsfähiger Gewerbeverlust (§10a GewStG iVm. 8c) – jeweils 4 Punkte

Es war wohl kurz darauf einzugehen, dass die Stille-Reserven-Klausel leer läuft. Weiter war ein vortragsfähiger Gewerbeverlust einer OHG zu bearbeiten. Hier gab es wohl 5 + 3 Punkte.

Das war’s schon. In den nächsten Tagen mehr zu den anderen Teilen.

Einsichtnahme in die Prüfung – Punkteverteilung und Erkenntnisse

So, ihr Lieben, ich war heute in Stuttgart und habe mir mein Werk angesehen.

Vorab will ich sagen, dass all die Posts, in denen steht, dass es sich nicht lohnen würde, Einsicht zu nehmen, nicht stimmen.

Es hat sich gelohnt!

Natürlich um Punkteverteilung und Fehlerquellen zu sehen. Aber vor allem: In dem Raum der Einsichtnahme findet die mündliche Prüfung statt – zumindest in BW. Und das finde ich doch sehr interessant. Zu sehen, wie es dort aussieht, wie es sich anfühlt und wie weit die Wege sind. Also geht hin, wenn es euch (noch) möglich ist.

So, nun zur Punkteverteilung:

  1. Verfahrensrecht und andere:
    AO: 35 Punkte
    USt: 35 Punkte
    ErbSt: 30 Punkte (davon GrESt 14 Punkte, ErbSt 16 Punkte)
  2. ESt:
    1. Teil Lohnsteuer: 60 Punkte (Waaaaaaahnsinn)
    2. Teil KSt/GewSt: 40 Punkte
  3. Bilanz:
    1. Teil Div. Sachverhalte (EU): 37 Punkte
    2. Teil: OHG mit Gesellschaftereintritt: 32 Punkte
    3. Teil: Div. Sachverhalte (GmbH): 31 Punkte

Ich werde in den nächsten Tagen ein wenig über die Inhalte und die detailliertere Punkteverteilung berichten. Heute muss ich erst mal noch was arbeiten……!

 

Einsicht Steuerberaterprüfung in Stuttgart (11.1. und 12.1.2017)

Eigentlich wollte ich heute über etwas anderes schreiben. Aber eben gerade habe ich mit der netten Dame der Steuerberatungsprüfungsstelle Baden-Württemberg gesprochen, um einen Termin zur Einsicht zu erhalten.

Uiuiui, die ist aber durch den Wind. Sie sagte, sie hätte so viele Anmeldungen zur Einsicht wie noch nie. Ich fragte, ob denn in diesem Jahr mehr durchgefallen seien, wie in den anderen Jahren. Sie bejahte dies. Ja, es sind in diesem Jahr noch schlechtere Quoten.

Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob mich das motivieren oder deprimieren soll. Obwohl ich eher positiv denke, tendiere ich zu Letzterem. Warum schreibe ich in so einem Scheißjahr mit Lohnsteuer? Und all die vielen Wiederholer treten zum großen Teil auch wieder im Oktober an. Ca. 50% Durchfaller von 650 Teilnehmern ist mehr als von 600 Teilnehmern – nach Adam Riese. Deswegen bleibt nur dies:

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Analyse der ESt-Klausur 2016

Eine riesige Katastrophe. So kann man diesen Teil für mich zusammenfassen. Was war das? Lohnsteuer rauf und runter. Und das konnte ich nicht, hatte ich noch nie vorher gemacht und somit musste ich komplett passen.

Steuerabzugsbeträge mit pauschalierter Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer, Bauabzugsteuer, Kapitalertragsteuer, §50a EStG,  kurzfristige Beschäftigung, Mahlzeiten bei außergewöhnlichem Arbeitseinsatz, Bauabzugsteuer, vGA, Betriebsveranstaltung, §50a bei einer ausländischen Band, Gesellschafterdarlehen, typisch stille Gesellschaft, oGA, Jobticket, Geschenke für Mitarbeiter, Gruppenunfallversicherung, VIP-Tickets für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten.

Der andere Teil beschäftigte sich mit Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Hier gab es zwei getrennte Sachverhalte. Für eine GmbH sollte für drei Jahre jeweils zvE und stl. Einlagekonto berechnet werden (Pensionsrückstellung, vE, Beteiligungsverkauf mit nachträglicher Kaufpreisminderung, Tod des GGF und Übernahme durch die Tochter, vGA und KFZ-Nutzung). Der zweite Sachverhalt drehte sich um Verlustvorträge bei KSt und GewSt (eine GmbH und eine OHG), bei denen jeweils Gesellschafter wechselten (60% bei der OHG und 40% bei der GmbH), also §10a GewSt und §8c KStG.

Resümee

Ich konnte nichts. In unserem Kurs hatten sie uns mitgeteilt, dass ein Skript zu Lohnsteuer online sei, das man sich runterladen könne und sich durchlesen kann. Dies habe ich nicht gemacht. Tja, shit happens.

Des weiteren waren steuerliches Einlagekonto, Gewerbesteuer und 8c die Themen, die ich bei der Vorbereitung gehasst habe. Ich habe sie innerlich abgelehnt und hab sie nie richtig verinnerlicht. Diese Themen müsste ich tiefgreifend aufarbeiten.

Woran lag’s? Eine erste allgemeine Analyse

Zunächst muss bei der Aufarbeitung eine allgemeine Analyse stehen. Was nicht allzu leicht ist. Betrachtet man mal die Tatsache, dass man weder Aufgabenstellung noch seine eigene Lösung noch eine Musterlösung vorliegen hat.

Bevor ich in die thematischen Bereiche des Examens einsteige, sehe ich mir zuerst die allgemeinen Fehler an. Welche essentiellen Fehler habe ich begangen, dass ich nun mit einem nicht bestandenen Steuerberaterexamen dastehe?

 

Naja, Wissenslücken hatte wohl jeder. Aber trotzdem hatten meine Lücken 2 folgeschwere Konsequenzen: Klar, zum einen, was man nicht weiß, kann man nicht hinschreiben. Aber meine Wissenslücken hatten mir Einkommensteuer versaut. Ich konnte einfach zu Lohnsteuer nichts Wesentliches zu Papier bringen. Auch die Verluste waren für mich eine Katastrophe.

Aber die Wissenslücken hatten auch zur Folge, dass meine Nervosität am Peak war. Meine Selbstsicherheit und Souveränität waren weg. Während der Prüfung stellte sich damit bei mir ein LMAA-Gefühl ein. Anstatt alles noch heraus zu holen, blätterte ich gemütlich in meinen Gesetzestexten.

 

 

Ich wusste viel, sehr viel sogar. Anfang Oktober war ich am Höhepunkt meines Wissens. Trotzdem war ich in vielen Bereichen zu ungenau. Ausnahme war bei mir definitiv Umsatzsteuer. Hier hatte ich im März das Umsatzsteuergesetz für mich „übersetzt“. Ich hatte alle Paragrafen-Verweise mit Worten gefüllt. Wenn also in § 3f UStG stand „Lieferungen im Sinne des 3 Ib UStG“, habe ich mir übersetzt „gegen Entgelt gleichgestellte Lieferungen“. Und als ich das hatte, habe ich das Gesetz auswendig gelernt. Wahnsinn, oder? Aber in Umsatzsteuer konnte mir niemand etwas vormachen. Ich wusste alles. Und ich war selbstsicher. Was man in vielen Bereichen von Einkommensteuer nicht behaupten kann. Beispielsweise konnte ich die vorweggenommene Erbfolge  zwar einigermaßen gut, aber eben nur einigermaßen. Wenn du bestehen willst, musst du perfekt sein.

 

 

 

Auch wenn mich jetzt viele Dozenten kreuzigen möchten. Ich habe es so empfunden. Jeder trichtert dir ein „Klausuren schreiben, Klausuren schreiben….“. Klar, das ist wichtig. Aber wenn man dabei das Lernen vergisst, helfen die ganzen Klausuren nichts. Ich habe ca. 50 Klausuren geschrieben und habe alle 50 Klausuren zwei Mal nachgearbeitet. Zum einen habe ich die geschriebenen, und zum Teil korrigierten Klausuren mit Stichworten versehen und Lösungsreihen erstellt. Diese Lösungsfolgen habe ich versucht, mir zu verinnerlichen. Dabei habe ich aber nicht ganze Problembereiche gelernt, sondern nur den speziellen Fall der in der Klausur gefragten Problemstellung. Dies war mir aber in meiner Lernphase so nicht klar. Im Endeffekt hängt dies mit Punkt 2 „zu ungenau gelernt“ eng zusammen. Ich konnte die Fälle aus den Klausuren gut, aber was darüber hinaus ging, da war ich ungenau.

 

 

 

Ich komm‘ nicht direkt aus dem Studium. Auch habe ich beruflich nur wenig mit den im Steuerberaterexamen gefragten Themen zu tun. D.h. ich habe im September des Vorjahres angefangen, mich mit den Themen zu beschäftigen. Und da Schlag auf Schlag so viel Stoff kam und ich erst einmal strukturieren und aufarbeiten musste, lernte ich erst zum Schluss der Vorbereitungsphase so richtig. Tja, und wie wir alle wissen, landet dieses Wissen im Kurzzeitgedächtnis. Und dies machte mich mal wieder nervös und ich konnte dieses Wissen nicht so abrufen wie ich wollte. Und schon gar nicht in einer Stresssituation. Ich werde in einer Stresssituation nicht besser, sondern schlechter.

 

 

 

Mal kurz in der Klausurlösung nachschauen. Mal schnell im Skript nachschlagen. Wenn’s drauf ankommt, werd‘ ich das schon können. Ich hab ja noch Zeit. Das wird schon nicht dran kommen. Ich bin König im Selbstbetrug. Sich selbst bescheissen, das kann ich prima.

 

 

Wahrscheinlich habe ich zu unkonzentriert gelernt. Eigentlich kenne ich das schon von mir. Es gab einige Mitstreiter im Kurs, die konnten die Themen, die besprochen wurden, innerhalb kürzester Zeit. Nicht ich. Ich habe nicht gut genug aufgepasst, war zu passiv und zu oberflächlich. Konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung und mit viel Selbstdisziplin gehört einfach dazu.

 

 

Trotz all der harschen Selbstkritik, darf man nicht vergessen, dass die Steuerberaterprüfung zu den schwersten in Deutschland gehört. Uniabsolventen gehören zu denen, die mitunter am häufigsten durchfallen. Tja, da hat es mich wohl getroffen.

Die Punkte, die ich oben aufgelistet habe, müsste ich, falls ich nochmals schreibe intensiv beachten. Aber vor allem, das Wichtigste für mich: Motivation und Spaß bei der Sache. So langes und intensives Lernen geht nur damit. Das rahme ich mir jetzt ein:

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Der Tag danach….

Hallo herzlich willkommen zu meinem neuen Blog „Tagebuch eines Wiederholers“.

Ja, seit gestern weiß ich es. Ich habe die Steuerberaterprüfung 2016 nicht geschafft. Ein Tag vor Weihnachten – vielen Dank hierfür, liebe Kammer. Für viele war die Bekanntgabe der Ergebnisse ein Weihnachtsgeschenk. Für viele aber – so wie eben jedes Jahr – war es die bittere Erkenntnis, dass die harte Arbeit umsonst war.

Ich bin gespannt auf die Statistik. Nur kaufen kann ich mir für eine schlecht ausgefallene Prüfung auch nichts. Ich hätte zu den besseren 50 oder 45 oder 40 Prozent gehören sollen.

Doch was hilft es, den Kopf in den Sand zu stecken?

 

 

 

 

 

 

 

Es muss weiter gehen. Aber wie? Und genau diese Frage bewegt mich dazu, diesen Blog zu schreiben.

Ich weiß noch nicht, was daraus wird. Ich weiß noch gar nicht, ob ich mich wieder zur Steuerberaterprüfung 2017 anmelden werde. Aber meine Gedankenergüsse möchte ich gerne niederschreiben. Vor allem für mich, aber vielleicht auch für andere. Für jemanden, der vielleicht auch durchgefallen ist. Vielleicht aber auch für jemanden, der erwägt, eine der härtesten Prüfungen anzugehen.

Irgendwie freue ich mich darauf. Mal sehen, wie sich alles entwickelt.

Heute heißt es nun erst mal, Weihnachten feiern. Immerhin ist heute der 24. Dezember. Keine Zeit und Lust sich mit Steuerberaterquatsch zu beschäftigen.

 

In diesem Sinne, frohe Weihnachten…

 

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