Das ist 2018….

Nach einer langen Pause mit kurzen Unterbrechungen bin ich wieder da. Für alle, die neu auf dieser Seite sind, sei hier kurz erläutert, wie es zu diesem Blog kam: Ich habe 2016 die Steuerberaterprüfung mitgeschrieben. Und wie es wohl häufiger vorkommt…ich bin durchgefallen. Ich stellte mich diesem Misserfolg und versuchte es ein zweites Mal. Ich habe also auch die Steuerberaterprüfung 2017 mitgeschrieben.

Der ein oder andere treue Leser und Begleiter dieses Blogs hat mich nun schon kontaktiert und mich gefragt:

Und? Hast du es geschafft?

Dazu möchte ich Folgendes sagen: Ich möchte gerne diesen Blog weiter schreiben. In meiner Vorbereitungszeit habe ich erlebt, dass es wenig Unterstützung der Anwärter untereinander gibt. Natürlich tun sich die ein oder anderen zusammen, um gemeinsam zu lernen oder die Kurse zu besuchen. Aber ein „wir helfen uns“ oder ein „je mehr wir uns unterstützen, umso mehr schaffen es“ habe ich nie erlebt. Steuerberater sind wohl von ihrer ersten Stunde an Einzelkämpfer. Richtige Teamplayer gibt es kaum.

Deshalb möchte ich all denen, die das gleiche denken und sich in der Vorbereitung zur Steuerberaterprüfung befinden, meine Unterstützung anbieten. Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitungszeit mit Präsenzkursen, Klausurenkursen, Intensivkursen und zwei vollzogenen schriftlichen Prüfungen, einer vollzogenen mündlichen Prüfung kann man dann doch Einiges berichten. Zum Teil habe ich nun obige Frage schon beantwortet. Den Rest verrate ich noch nicht. Schließlich will ich euch ein wenig neugierig machen.

Falls ihr nun vor dem zweiten oder dritten Versuch steht: Gebt nicht auf. Mit Herzblut und guten Mutes schafft ihr das. Mit Energie, Spaß und Konzentration klappt das.

Eure Maja

P.S.: Leider hat mich der Spam voll erreicht. Ich hatte nun einen Beitrag, der mit sage und schreibe 20.000 Kommentaren belegt wurde. Ich habe deshalb die Kommentarfunktion grundsätzlich gestoppt bis ich einen passenden Spamfilter gefunden habe.

Zurück unter den Lebenden

Da bin ich wieder. Viel Zeit ist vergangen. Das Examen ist geschrieben und nun nicht mehr änderbar.

Sicherlich habt ihr im nwb-Campus-Blog schon gelesen, welche Themen dran kamen, deshalb werde ich dies hier nicht nochmals wiederholen.

Aber was war anders zum letzten Jahr?

Anzahl der Teilnehmer:

Ich habe keine bestätigten Zahlen, aber ich habe mich kurz mit einer Aufsicht unterhalten. Eigentlich hatte ich erwartet, dass wesentlich mehr Kandidaten zum Examen antreten würden als vergangenes Jahr. Dem scheint aber nicht so, zumindest nicht in BaWü. Ich dachte, dass all die zahlreichen Durchfaller wieder antreten würden und dazu eben alle Neulinge. Aber in Summe waren es dann doch wohl nicht wesentlich mehr als sonst. Mal sehen, ob ich irgendwo konkrete Zahlen auftreibe. Spätestens mit dem Ergebnis wird sich meine Einschätzung dann bestätigen oder eben nicht.

Schwierigkeitsgrad:

Da scheiden sich die Geister. Meine persönliche Einschätzung: Die Prüfung war wahrlich nicht einfach, aber fair. Sie war so, wie man sich ein Examen vorstellt. Viele sagten, dass das Examen easy war. Tja, wenn man eine Organschaft in ESt, ein türkisches DBA, einen Arzt, der Schönheits-OPs und chirurgische Eingriffe durchführt, einen argentinischen Erbschaftsfall und das Aufstellen von Ergänzungs- und Sonderbilanzen usw. als easy bezeichnet, dann war es easy. Ich fand das Examen berechenbar. Trotzdem lege ich nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass ich bestanden habe.

Rücktritte:

Ich saß ziemlich weit hinten. In der Reihe vor mir ist einer zurückgetreten und zwei Reihen vor mir ebenso. Ein weiterer, der schräg vor mir saß, war ca. 20 Minuten vor Ende fertig und schaute sich um. Einen weiteren Kollegen, den ich am ersten und zweiten Tag wieder getroffen habe, habe ich am dritten Tag nicht wieder gesehen. Bei ihm glaube ich auch, dass er aufgegeben hat.

Ansonsten ist mir aufgefallen, dass unglaublich viel recht unkonzentriert waren. Ich war pro Examenstag einmal auf Toilette. Jedes Mal, wenn ich vor gelaufen bin, haben einige aufgeblickt und haben mich angesehen. Also wenn sie das bei jedem Toilettengänger gemacht haben, dann gute Nacht!

Meine persönliche Verfassung:

Mir ging es schlechter als im vergangenen Jahr. Ich habe mehr gelernt als im letzten Jahr, trotzdem hatte ich das Gefühl, große Lücken zu haben. Das war so übel, dass ich schon fast nicht antreten wollte. Ich hab’s dann doch getan und die Lücken kamen nicht dran. Das war gut, aber sicher macht mich das noch lange nicht. Sicher aber bin ich, dass ich das nicht nochmal machen werde, auch wenn es erst mein 2. Versuch war.

Aber erzählt mal, wie erging es euch? Habt ihr mitgeschrieben? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und eure Einschätzung.

Geht’s noch? Die erste Auswertung der Klausur aus dem Klausurenkurs

Sagt mal, seid ihr noch ganz bei Sinnen? Ich habe gerade die Statistik der ersten Klausur des Klausurenkurses gesehen. Here it is:

7 Einser und 5 1,5er in Ust. Insgesamt 132 von 143 haben eine 4,5 und besser in der ersten USt-Klausur. Was soll denn das? Und das in der ersten Probeklausur. Arbeiten die alle mit Musterlösungen und Lehrbuch? Also entweder ich bin total doof oder hier stimmt was nicht. Ich habe meine Note noch nicht zurück, aber ich bin sicherlich nicht förderlich für den guten Schnitt.

Und was ist mit Erbschaftssteuer? Habt ihr da alle keine Lust mehr gehabt?

Ich verstehe das nicht. Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Eure gefrustete, verwunderte, zweifelnde Maja